{"id":1159,"date":"2015-11-24T08:00:40","date_gmt":"2015-11-24T07:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/?p=1159"},"modified":"2024-10-09T17:39:39","modified_gmt":"2024-10-09T15:39:39","slug":"antisemitismus-ohne-judenhass-der-fall-xavier-naidoo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp24\/2015\/11\/24\/antisemitismus-ohne-judenhass-der-fall-xavier-naidoo\/","title":{"rendered":"Antisemitismus ohne Judenhass: Der Fall Xavier Naidoo"},"content":{"rendered":"<style>\/*! elementor - v3.11.2 - 22-02-2023 *\/\n.elementor-widget-image{text-align:center}.elementor-widget-image a{display:inline-block}.elementor-widget-image a img[src$=\".svg\"]{width:48px}.elementor-widget-image img{vertical-align:middle;display:inline-block}<\/style>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-content\/uploads\/elementor\/thumbs\/Logo_HP_2022-1-e1677358303980-q2p4drxwc1i0ymij0tuos4ilrsuqo6j4p0t607hwd2.png\" title=\"Logo_HP_2022-1\" alt=\"Logo_HP_2022-1\" loading=\"lazy\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<nav data-trigger=\"hover\">\n<ul id=\"menu-1-b195530\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp23\/\">Home<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/ueber-mich\/\">\u00dcber mich<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/publikationen-und-vortraege\/\">Publikationen und Vortr\u00e4ge<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/dienstleistungen\/\">Dienstleistungen<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/digitale-geschichte\/\">Digitale Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/historisch-politische-bildung\/\">Historisch-politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/unternehmensgeschichte\/\">Corporate History<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/familiengeschichte\/\">Familiengeschichte<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/projekte\/\">Projekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/blog-2\/\">Blog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/newsletter\/\">Newsletter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/kontakt\/\">Kontakt<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/impressum\/\">Impressum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/datenschutz\/\">Datenschutz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/nav>\n<nav>\n<ul id=\"mobile-menu-2-b195530\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp23\/\">Home<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/ueber-mich\/\">\u00dcber mich<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/publikationen-und-vortraege\/\">Publikationen und Vortr\u00e4ge<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/dienstleistungen\/\">Dienstleistungen<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/digitale-geschichte\/\">Digitale Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/historisch-politische-bildung\/\">Historisch-politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/unternehmensgeschichte\/\">Corporate History<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/familiengeschichte\/\">Familiengeschichte<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/projekte\/\">Projekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/blog-2\/\">Blog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/newsletter\/\">Newsletter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/kontakt\/\">Kontakt<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/impressum\/\">Impressum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/datenschutz\/\">Datenschutz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/nav>\n<h1>Antisemitismus ohne Judenhass: Der Fall Xavier Naidoo<\/h1>\n<style>\/*! elementor - v3.11.2 - 22-02-2023 *\/\n.elementor-column .elementor-spacer-inner{height:var(--spacer-size)}.e-con{--container-widget-width:100%}.e-con-inner>.elementor-widget-spacer,.e-con>.elementor-widget-spacer{width:var(--container-widget-width,var(--spacer-size));--align-self:var(--container-widget-align-self,initial);--flex-shrink:0}.e-con-inner>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container,.e-con-inner>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer,.e-con>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container,.e-con>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer{height:100%}.e-con-inner>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer>.elementor-spacer-inner,.e-con>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer>.elementor-spacer-inner{height:var(--container-widget-height,var(--spacer-size))}<\/style>\n<p>\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp24\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/34209384412_73029b5296_6k-scaled-1.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n\t\tDie Aufregung ist schon fast wieder abgeklungen: Xavier Naidoo sollte beim Eurovision Song Contest f\u00fcr Deutschland auftreten, es gab einen emp\u00f6rten Aufschrei, jetzt soll er doch nicht mehr. Ihn selbst scheint das ziemlich kalt zu lassen, seine Freunde aus dem Showbusiness, darunter Michael Mittermeier, Rea Garvey und Til Schweiger, regt es umso mehr auf. Mario Barth verstieg sich zu einer recht <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/mario.barth\/posts\/1035798473138073\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wirren Ansammlung von Statements<\/a> &#8211; \u00a0und meinte, man solle erst denken und dann machen, woraufhin er die ARD als staatlichen nichtdenkenden Sender bezeichnete und die Vorw\u00fcrfe gegen Naidoo als Mutma\u00dfungen und Nachrede einordnete, die der\u00a0Unschuldsvermutung zuwiderliefen.<br \/>\nVieles ist bereits zu Naidoos verschiedensten \u00c4u\u00dferungen geschrieben worden, und die Standpunkte zwischen Verteidigern und Vorwerfenden sind kaum vereinbar. Ich m\u00f6chte an dieser Stellle auch nicht auf seine Reichsb\u00fcrger- und Besatzungsflirts eingehen, auch nicht auf seine Teilnahmen an Demos oder seine mindestens latent homophoben Songtextstellen, sondern einzig und allein auf das Thema, zu dem ich mir eine gewisse Expertise zugestehe: den Vorwurf des Antisemitismus.<br \/>\nGucken wir uns das Zitat noch ein letztes Mal <a href=\"https:\/\/genius.com\/Xavier-naidoo-raus-aus-dem-reichstag-lyrics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">genau an<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Wie die Jungs von der Keinherzbank, die mit unserer Kohle zocken.<br \/>\nIhr wart sehr, sehr b\u00f6se und steht bepisst in euren Socken.<br \/>\nBaron Totschild gibt den Ton an und er schei\u00dft auf euch Gockel.<br \/>\nDer Schmock ist\u2019n Fuchs und ihr seid nur Trottel<\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrend man die ersten zwei Zeilen als recht herk\u00f6mmliche, durchaus typisch bundesrepublikanisch-deutsche Kritik am kapitalistischen Finanzsystem durchgehen, wird es in den beiden n\u00e4chsten Zeilen sehr konkret. Mit &#8222;Baron Totschild&#8220;, soviel ist klar, ist &#8222;Baron Rothschild&#8220; gemeint, also im weitesten Sinne die j\u00fcdische Familie Rothschild, deren zahlreichen Nachfahren weltweit Finanzinstitute geh\u00f6ren, von denen normale KonsumentInnen im Zweifel noch nie geh\u00f6rt haben &#8211; weil sie f\u00fcrs Privatkundengeschaft v\u00f6llig irrelevant sind.<br \/>\nAber damit ist der Ton nat\u00fcrlich gesetzt: ein j\u00fcdischer Bankier gibt die Anweisungen an die \u00fcbrigen Angestellten von Bankh\u00e4usern der Welt, verfolgt aber nur seine eigenen Ziele (&#8222;schei\u00dft auf euch Gockel&#8220;), ist dabei <em>als Jude<\/em> sehr intelligent (&#8222;Der Schmock ist&#8217;n Fuchs&#8220;) und nutzt die Dummheit anderer aus (&#8222;ihr seid nur Trottel&#8220;).<br \/>\nSo weit, so eindeutig. \u00dcberinterpretationen sind aus diesen vier Zeilen kaum m\u00f6glich oder n\u00f6tig.<br \/>\nWarum wird nun genau darum und um &#8222;das Verdikt Antisemitismus&#8220; (G\u00fcnter Grass) solche Diskussionen entbrannt? Zwei Hauptkonfliktpunkte lassen sich daf\u00fcr anf\u00fchren:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Frage, ob Xavier Naidoo auch in seinen Songs <em>als Xavier Naidoo<\/em> spricht oder als Kunstfigur, \u00e4hnlich eines Autors, der eine Romanfigur sprechen l\u00e4sst<\/li>\n<li>Unterschiedliche Vorstellungen dessen, was Antisemitismus tats\u00e4chlich ist und ausmacht.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zu 1.: die M\u00f6glichkeit besteht zwar, ist aber unwahrscheinlich &#8211; immerhin identifiziert Naidoo im selben Song den Erz\u00e4hler als einen &#8222;Mannheimer B\u00fcrger&#8220;. Das l\u00e4sst zwar immer noch fast 300.000 Menschen m\u00f6glich erscheinen, die Gleichsetzung von Autor und Erz\u00e4hler d\u00fcrfte aber vertretbar sein.<br \/>\nZu 2.: Hier sitzt, meines Erachtens, der Knackpunkt. Es gibt in Sachen Antisemitismus verschiedene\u00a0Kategorisierungen, die\u00a0oft flie\u00dfend ineinander \u00fcbergehen, sich verzweigen oder \u00fcberkreuzen. Da ist einerseits die Vulg\u00e4rdefinition von Antisemitismus als &#8222;Judenfeindschaft&#8220;,\u00a0andererseits eine wissenschaftliche. Beide sind auch politische Definitionen, die je nach Akteur eingesetzt werden und wahlweise als &#8222;Auschwitz-Keule&#8220; (Antisemitismus als instrumenteller Vorwurf gegen politisch Andersdenkende) oder als &#8222;Auschwitz-Keulen-Keule&#8220; (Herbeiphantasierung eines politisch Denk- und Sprechverbots) wahrgenommen werden.<br \/>\nDie Vulg\u00e4rdefinition &#8222;Judenfeindschaft&#8220;, die in der Bundesrepublik immer weit verbreitet war, hat zuletzt ein \u00fcberraschend prominentes Comeback gefeiert: Am M\u00fcnchner Landgericht wurde anl\u00e4sslich des Rechtsstreites zwischen J\u00fcrgen Els\u00e4sser und Jutta Ditfurth von der Richterin festgehalten, &#8222;ein gl\u00fchender Antisemit in Deutschland [sei]\u00a0jemand, der mit \u00dcberzeugung sich antisemitisch \u00e4u\u00dfert, mit einer \u00dcberzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt und ist nicht losgel\u00f6st von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte.&#8220;<br \/>\nDieser Ausspruch hat nicht zu Unrecht viel Emp\u00f6rung hervorgerufen. Lie\u00dfe man diesen Ma\u00dfstab gelten, g\u00e4be es in Deutschland vielleicht noch ein paar hundert AntisemitInnen, h\u00f6chstens ein paar tausend. \u00d6ffentlich wird man nur sehr wenige und sehr dumme Menschen finden, die den Holocaust guthei\u00dfen. Das hie\u00dfe, der Antisemitismus in Deutschland w\u00e4re ausgerottet.<br \/>\nEs gibt aber auch weniger einengende Auslegungen der Vulg\u00e4rdefinition: Antisemit ist, wer eine Abneigung gegen alle Juden hat. G\u00fcnter Grass, ebenso wie viele andere, die nun Naidoo verteidigen, wendet diese Definition mit einer allzu bekannte Formel an: &#8222;Er hat j\u00fcdische Freunde\/er spielt Konzerte in Israel, also kann er kein Antisemit sein.&#8220; Das klingt durchaus logisch, hat aber einen problematischen Kern. Denn diese Formel verkennt den Charakter des in Deutschland letztlich in den Holocaust m\u00fcndenden Antisemitismus, der m\u00f6glich war, obwohl viele Deutsche vor 1933, vielleicht auch noch 1938, durchaus privat mit Juden verkehrten und befreundet waren und trotzdem im Gro\u00dfen und Ganzen Deportationen, Boykott und Diskriminierung guthie\u00dfen.<br \/>\nAus dem selben Grund kann man, gerade in den USA, auch nicht mit der Formel &#8222;Ich habe schwarze Freunde&#8220; ausschlie\u00dfen, ein latenter oder \u00fcberzeugter Rassist zu sein. Der Umgang mit Minderheiten \u00e4u\u00dfert sich n\u00e4mlich nicht im Einzelkontakt, sondern im allgemeinen, nichtindividuellen Verhalten. Der Vergleich hinkt arg, f\u00fchrt aber in die richtige Richtung: nur weil jemand das Kalb des Nachbarbauern f\u00fcttert und streichelt, ist er noch lange kein Vegetarier.<br \/>\nDie wissenschaftliche Dimension von Antisemitismus ist dagegen viel weiter verzweigt und deutlich komplexer. Aus ihr spricht der Wunsch, eine Wirklichkeit in einem m\u00f6glichst pr\u00e4zisen, aber weit genug gefassten Modell zu fassen. Die <a href=\"https:\/\/www.european-forum-on-antisemitism.org\/working-definition-of-antisemitism\/deutsch-german\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitsdefinition des &#8222;European Forum on Antisemitism&#8220; f\u00fchrt dabei auf die richtige Spur<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegen\u00fcber Juden ausdr\u00fccken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen j\u00fcdische oder nicht-j\u00fcdische Einzelpersonen und \/ oder deren Eigentum, sowie gegen j\u00fcdische Gemeindeinstitutionen oder religi\u00f6se Einrichtungen. Dar\u00fcber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als j\u00fcdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein. Oft enthalten antisemitische \u00c4u\u00dferungen die Anschuldigung, die Juden betrieben eine gegen die Menschheit gerichtete Verschw\u00f6rung und seien daf\u00fcr verantwortlich, dass \u201edie Dinge nicht richtig laufen\u201c. Der Antisemitismus manifestiert sich in Wort, Schrift und Bild sowie in anderen Handlungsformen, er benutzt negative Stereotype und unterstellt negative Charakterz\u00fcge.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das klingt zugegebenerma\u00dfen sehr schwammig, ist aber als Arbeitsgrundlage brauchbar. Nicht verschwiegen werden soll hier ein wichtiger Unterschied zwischen Antisemitismus und Rassismus: W\u00e4hrend letzterer eine Unterlegenheit einer anderen Menschengruppe als \u00dcberzeugung transportiert (im h\u00e4ufigsten Fall die Unterlegenheit von Schwarzen gegen\u00fcber Wei\u00dfen), ist Antisemitismus die \u00dcberzeugung, dass Juden intelligenter als die breite nicht-j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung sind, im Hintergrund die Macht haben und insofern\u00a0Einfluss aus\u00fcben.<br \/>\nAber die Definition unterscheidet sich stark von der Vulg\u00e4rdefinition: es ist nicht die Rede von einer &#8222;allgemeinen Judenfeindschaft&#8220;, also einem ausnahmslosen Hass gegen alles J\u00fcdische. Antisemitisch k\u00f6nnen sogar Feindschaften gegen nichtj\u00fcdische Personen sein. An dieser Stelle wird es vielen zu heikel, und es ist tats\u00e4chlich auch verst\u00e4ndlich, dass dort gro\u00dfe Verunsicherung dar\u00fcber herrscht, &#8222;was man \u00fcberhaupt noch sagen darf.&#8220;<br \/>\nDas Problem ist dabei auf einen einfachen Fakt zur\u00fcckzuf\u00fchren: Judenfeindschaft gibt es in Mitteleuropa seit \u00fcber 1.000 Jahren. Im Jahr 1012 fand in Mainz die erste organisierte Judenvertreibung auf heutigem deutschen Boden statt, seitdem ist es oft schlimmer und nur selten besser geworden. Ein solcher Antijudaismus (haupts\u00e4chlich religi\u00f6s begr\u00fcndet im Gegensatz zum rassistischen und politischen Antisemitismus) hat sich tief ins kulturelle Ged\u00e4chtnis gebrannt, und seine Bilder sind dort oft noch, ohne dass jeder und jede einzelne diese Bilder direkt mit j\u00fcdischen Menschen in Verbindung bringen w\u00fcrde.<br \/>\nUnd so kommt es, dass heute gerade f\u00fcr Statements zum Finanzwesen h\u00e4ufig Bilder verwendet werden, die schon lange als Bilder f\u00fcr <em>Juden im Finanzwesen<\/em> verwendet wurden &#8211; beispielsweise die Heuschreckenmetapher, aber auch die karikaturistische Hakennase. Gleicherma\u00dfen funktioniert es in Sachen Nahostkonflikt: wenn jemand \u00fcberspitzt \u00fcber die umstrittene Wasserversorgungssituation im Westjordanland berichtet, liegt das Bild des Brunnenvergifters nah. Das ist in den allermeisten F\u00e4llen nicht als Feindschaft gegen\u00fcber <em>den Juden<\/em> gemeint, bleibt aber dennoch antisemitisch.<br \/>\nUnd so verh\u00e4lt es sich auch bei Xavier Naidoo: dem gesamten Songtext ist ein gesellschaftskritisches Wollen anzumerken, eine Generalabrechnung mit empfundenen Zust\u00e4nden in der Bundesrepublik &#8211; \u00fcber die lyrische G\u00fcte d\u00fcrfen andere richten. Dabei ist es nicht problematisch, \u00fcber den Einfluss von Banken oder deren Rettung in der Wirtschaftskrise zu singen, diese Dinge zu kritisieren. Es bleibt aber,\u00a0verneint man Naidoos Antisemitismus, die offene Frage, warum er sich als Zielscheibe an einer Stelle des Songs ausgerechnet &#8222;Baron Totschild&#8220; aussucht. Wie eingangs erw\u00e4hnt: die wenigsten von uns werden mit einer in Rothschild-Besitz befindlichen Bank zu tun haben. Die gr\u00f6\u00dfte dieser Gruppen, die Rothschild &amp; Co., hat weltweit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rothschild_%26_Co.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gerade einmal 2.853 Mitarbeiter<\/a>.<br \/>\nXavier Naidoo wird mit keinem dieser H\u00e4user je pers\u00f6nlich zu tun gehabt haben. Aber er benutzt den Namen, verfremdet durch ein tats\u00e4chlich auch unter Neonazis beliebtes Wortspiel, als Code. Der Name &#8222;Rothschild&#8220; ist unter Verschw\u00f6rungstheoretikern bis heute eine \u00dcberschrift\u00a0zu einem ganzen Weltbild, das ausgehend von den gef\u00e4lschten &#8222;Protokollen der Weisen von Zion&#8220; \u00fcber den Nationalsozialismus bis heute die\u00a0Weltverschw\u00f6rung einer j\u00fcdischen Elite annimmt. Dabei k\u00f6nnte man auch als Antikapitalist die Geschichte der Rothschilds als eine Erfolgsgeschichte wahrnehmen: W\u00e4hrend der Begr\u00fcnder der Dynastie, Mayer Amschel Rothschild, noch nicht au\u00dferhalb seines Frankfurter Ghettos leben durfte, geh\u00f6rten seine Kinder schon zu den\u00a0reichsten Menschen Europas, sein Enkel wurde in den britischen Hochadel aufgenommen. Gegen alle Widerst\u00e4nde einen solchen Aufstieg in drei Generationen hinzulegen, sollte jedenfalls Respekt abn\u00f6tigen.<br \/>\nDoch nicht bei Naidoo: F\u00fcr ihn ist &#8222;Baron Totschild&#8220; einer, der im Hintergrund der gesamten Finanzwelt die Strippen zum eigenen Vorteil zieht. Tats\u00e4chlich lebt meiner Kenntnis nach aktuell ein Baron Rothschild, n\u00e4mlich Jacob. Er ver\u00e4u\u00dferte 1980 seine\u00a0Anteile am Familienunternehmen, gr\u00fcndete einen Investment-Trust und ist ansonsten haupts\u00e4chlich in der F\u00f6rderung der Kunst und der Arch\u00e4ologie in Erscheinung getreten. Das soll ein so bedrohlicher Mensch sein? Schwer vorstellbar.<br \/>\nNaidoo mag gerne mit dem j\u00fcdischen Konzertveranstalter Marek Lieberberg zusammenarbeiten. Er mag auch gerne Konzerte in Israel geben. Man sollte ihn keinen Judenhasser nennen. Aber er benutzt, zumindest in einem von ihm selbst ver\u00f6ffentlichten Song, offenkundig und mit Absicht antisemitische Codes f\u00fcr eine Gesellschaftskritik. Er gibt einer j\u00fcdischen Person die Schuld f\u00fcr empfundene gesamtgesellschaftliche Missst\u00e4nde. Das ist Antisemitismus, und sollte auch als solcher benannt werden.\t\t<\/p>\n<h3> 2 Kommentare<\/h3>\n<ul>\n<li id=\"comment-128\">\n<article><a href=\"http:\/\/snippets.mela.de\/2015\/12\/02\/markierungen-12022015\/\">Markierungen 12\/02\/2015 &#8211; Snippets<\/a>2. Dezember 2015 at 05:32 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=128\">Edit<\/a><\/p>\n<p>[&#8230;] Antisemitismus ohne Judenhass: Der Fall Xavier Naidoo | Moritz Hoffmann [&#8230;]<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2015\/11\/24\/antisemitismus-ohne-judenhass-der-fall-xavier-naidoo\/?replytocom=128#respond' data-commentid=\"128\" data-postid=\"1159\" data-belowelement=\"comment-128\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Markierungen 12\/02\/2015 - Snippets\" aria-label='Antworte auf Markierungen 12\/02\/2015 - Snippets'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## --><\/p>\n<li id=\"comment-127\">\n<article><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e0756492f3ac444983ca8b2d9e2a7671?s=60&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e0756492f3ac444983ca8b2d9e2a7671?s=120&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-60 photo' height='60' width='60' loading='lazy' decoding='async'\/><a href=\"http:\/\/Twitter.com\/thetruemilhouse\">J\u00f6rg Fischer<\/a>24. November 2015 at 12:56 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=127\">Edit<\/a><\/p>\n<p>Erstmal Danke f\u00fcr die ausf\u00fchrliche Betrachtung, die Sachlichkeit in eine komplett \u00fcberhitzte Debatte bringt. <\/p>\n<p>Ein paar Einw\u00e4nde habe ich dennoch. <\/p>\n<p>1. Du verlinkst zwar dankenswerterweise den gesamten Songtext, betrachtest dann aber doch nur vier Zeilen und blendest den Rest aus. Erstens geht dadurch verloren, dass Naidoo direkt im Anschluss mehrere weitere Banker angreift (Bernanke, King, Trichet) und dann singt &#8220;Deutsche B\u00e4nker, unser Schandfleck, lieben jedes krumme Ding&#8221;. Davon zu sprechen, dass sich Naidoo &#8220;als Zielscheibe an einer Stelle des Songs ausgerechnet &#8216;Baron Totschild&#8217; aussucht&#8221;, unterschl\u00e4gt halt, dass er im weiteren Text auch noch viele andere Personen\/B\u00e4nker angreift. <\/p>\n<p>2. Was ohne Lekt\u00fcre des ganzen Songs auch verloren geht: der ganze Text wimmelt von extremen Sprachbildern, so z.B. kurz nach Beginn &#8220;Ich reize euch auf&#8217;s Blut, nein, ich trinke euer Blut&#8221;. Da stellt sich nat\u00fcrlich die Frage, was sich der NDR dabei gedacht hat, einen bekennenden Vampir zum ESC zu schicken.<\/p>\n<p>3. Ich finde, du dr\u00fcckst dich um eine abschlie\u00dfende Bewertung. Wenn das Naidoos Songtext Antisemitismus ist, w\u00e4re er Antisemit. Ein Antisemit, dessen j\u00fcdische Freunde keinen Antisemitismus bei ihm entdecken. Der in Israel Konzerte gibt und diese mit einem alten hebr\u00e4ischem Gebet beginnt. (<a href=\"http:\/\/www.hagalil.com\/archiv\/2005\/06\/naidoo.htm\" rel=\"nofollow ugc\">http:\/\/www.hagalil.com\/archiv\/2005\/06\/naidoo.htm<\/a>) Und der au\u00dferhalb dieser beiden Zeilen offenbar nie etwas von sich gegeben hat, dass auf antisemitische Ressentiments schlie\u00dfen l\u00e4sst, sonst w\u00e4re das mit Sicherheit in diesen Tagen hochgesp\u00fclt worden. <\/p>\n<p>Wenn so jemand trotzdem Antisemit ist, was ist das f\u00fcr eine Definition des Antisemitismus? Wenn ich mal etwas gegen Fleischkonsum gesungen habe, aber t\u00e4glich Schnitzel esse, bin ich dann Vegetarier? <\/p>\n<p>Ich finde das Bild von Antisemiten, die sich quasi ihr ganzes Leben prosemitisch verhalten, sich aber durch zwei Songzeilen als Menschen verraten, die am Tag X sich mit Nazis gegen Juden verb\u00fcnden, hat selbst etwas von einer etwas kruden Verschw\u00f6rungstheorie. <\/p>\n<p>Ich mag den Ausdruck &#8220;be a Mensch&#8221; sehr, als Aufforderung nett zur Umwelt zu sein. F\u00fcr mich schwingt da mit, dass wir auch unsere Mitmenschen eben als &#8220;Mensch&#8221; begreifen, mit allen Schw\u00e4chen und Fehlern. Waren die kritisierten Zeilen ein Fehler? Absolut. Gibt es uns das Recht, einen Menschen entgegen seiner Lebensweise als Antisemiten zu brandmarken? Ich finde nicht. <\/p>\n<p>Let&#8217;s all be more Mensch.<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2015\/11\/24\/antisemitismus-ohne-judenhass-der-fall-xavier-naidoo\/?replytocom=127#respond' data-commentid=\"127\" data-postid=\"1159\" data-belowelement=\"comment-127\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf J\u00f6rg Fischer\" aria-label='Antworte auf J\u00f6rg Fischer'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## -->\n<\/ul>\n<h3 id=\"wpr-reply-title\">Kommentar hinterlassen <small><a rel=\"nofollow\" id=\"cancel-comment-reply-link\" href=\"\/wp23\/wp-admin\/admin-ajax.php#respond\" style=\"display:none;\">Antworten abbrechen<\/a><\/small><\/h3>\n<form action=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-comments-post.php\" method=\"post\" id=\"wpr-comment-form\" novalidate>\n<p>Du bist angemeldet als mhoffmann. <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/profile.php\">Dein Profil 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*\/\n.elementor-widget-social-icons.elementor-grid-0 .elementor-widget-container,.elementor-widget-social-icons.elementor-grid-mobile-0 .elementor-widget-container,.elementor-widget-social-icons.elementor-grid-tablet-0 .elementor-widget-container{line-height:1;font-size:0}.elementor-widget-social-icons:not(.elementor-grid-0):not(.elementor-grid-tablet-0):not(.elementor-grid-mobile-0) .elementor-grid{display:inline-grid}.elementor-widget-social-icons .elementor-grid{grid-column-gap:var(--grid-column-gap,5px);grid-row-gap:var(--grid-row-gap,5px);grid-template-columns:var(--grid-template-columns);justify-content:var(--justify-content,center);justify-items:var(--justify-content,center)}.elementor-icon.elementor-social-icon{font-size:var(--icon-size,25px);line-height:var(--icon-size,25px);width:calc(var(--icon-size, 25px) + (2 * var(--icon-padding, .5em)));height:calc(var(--icon-size, 25px) + (2 * var(--icon-padding, 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