{"id":1324,"date":"2016-05-09T17:14:46","date_gmt":"2016-05-09T15:14:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/?p=1324"},"modified":"2024-10-09T17:35:41","modified_gmt":"2024-10-09T15:35:41","slug":"meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp24\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/","title":{"rendered":"&#8222;Meine Oma ist kein Mythos&#8220; &#8211; Warum die Facebook-Kommentarspalte die Geisteswissenschaften rettet"},"content":{"rendered":"<style>\/*! elementor - v3.11.2 - 22-02-2023 *\/\n.elementor-widget-image{text-align:center}.elementor-widget-image a{display:inline-block}.elementor-widget-image a img[src$=\".svg\"]{width:48px}.elementor-widget-image img{vertical-align:middle;display:inline-block}<\/style>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-content\/uploads\/elementor\/thumbs\/Logo_HP_2022-1-e1677358303980-q2p4drxwc1i0ymij0tuos4ilrsuqo6j4p0t607hwd2.png\" title=\"Logo_HP_2022-1\" alt=\"Logo_HP_2022-1\" loading=\"lazy\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<nav data-trigger=\"hover\">\n<ul id=\"menu-1-3e74dcda\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp23\/\">Home<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/ueber-mich\/\">\u00dcber mich<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/publikationen-und-vortraege\/\">Publikationen und Vortr\u00e4ge<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/dienstleistungen\/\">Dienstleistungen<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/digitale-geschichte\/\">Digitale Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/historisch-politische-bildung\/\">Historisch-politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/unternehmensgeschichte\/\">Corporate History<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/familiengeschichte\/\">Familiengeschichte<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/projekte\/\">Projekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/blog-2\/\">Blog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/newsletter\/\">Newsletter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/kontakt\/\">Kontakt<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/impressum\/\">Impressum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/datenschutz\/\">Datenschutz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/nav>\n<nav>\n<ul id=\"mobile-menu-2-3e74dcda\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp23\/\">Home<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/ueber-mich\/\">\u00dcber mich<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/publikationen-und-vortraege\/\">Publikationen und Vortr\u00e4ge<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/dienstleistungen\/\">Dienstleistungen<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/digitale-geschichte\/\">Digitale Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/historisch-politische-bildung\/\">Historisch-politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/unternehmensgeschichte\/\">Corporate History<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/familiengeschichte\/\">Familiengeschichte<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/projekte\/\">Projekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/blog-2\/\">Blog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/newsletter\/\">Newsletter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/kontakt\/\">Kontakt<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/impressum\/\">Impressum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/datenschutz\/\">Datenschutz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/nav>\n<h1>&#8220;Meine Oma ist kein Mythos&#8221; &#8211; Warum die Facebook-Kommentarspalte die Geisteswissenschaften rettet<\/h1>\n<style>\/*! elementor - v3.11.2 - 22-02-2023 *\/\n.elementor-column .elementor-spacer-inner{height:var(--spacer-size)}.e-con{--container-widget-width:100%}.e-con-inner>.elementor-widget-spacer,.e-con>.elementor-widget-spacer{width:var(--container-widget-width,var(--spacer-size));--align-self:var(--container-widget-align-self,initial);--flex-shrink:0}.e-con-inner>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container,.e-con-inner>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer,.e-con>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container,.e-con>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer{height:100%}.e-con-inner>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer>.elementor-spacer-inner,.e-con>.elementor-widget-spacer>.elementor-widget-container>.elementor-spacer>.elementor-spacer-inner{height:var(--container-widget-height,var(--spacer-size))}<\/style>\n<p>\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp24\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/dresden1900.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n\t\t<em>Dieser Blogpost ist eine verschriftlichte Fassung des gleichnamigen Vortrags, den <a href=\"https:\/\/charlottejahnz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Charlotte<\/a> und ich in der vergangenen Woche bei der zehnten Ausgabe der <a href=\"https:\/\/re-publica.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">re:publica<\/a> halten durften. Da der Saal ziemlich \u00fcberf\u00fcllt war und es keinen Livestream gab, reiche ich ihn hier nach.<\/em><br \/>\nAm Anfang steht immer die Krise. Ob echt oder nur imaginiert, im Prinzip bekommen Studierende der Geisteswissenschaften sp\u00e4testens ab der Immatrikulation beigebracht, dass sie in prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen landen werden, dass die gesellschaftliche Relevanz ihres Fachgebietes angezweifelt wird, dass es wirtschaftlich ohnehin nicht verwertbar ist. Auch wenn es Zweifel \u00fcber die Meldung gibt, wundern tut es kaum einen wenn geschrieben wird, dass in Japan nahezu alle geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4ten geschlossen werden sollen. Auch hierzulande werden Professoren gestrichen oder ohne fachliche Logik zusammengelegt, kann man die unbefristet besch\u00e4ftigten Nicht-ProfessorInnen an einer Hand abz\u00e4hlen.<br \/>\nEin die re:publica beherrschendes Thema (neben dem omnipr\u00e4senten Snapchat) war die Hassrede im Internet. Auch unser Vortrag passte dazu, auch wenn wir die Einbettung in dieses \u00fcbergeordnete Themenfeld \u00fcberhaupt nicht beabsichtigt hatten. Denn, und da gucken wir statt auf\u00a0Geisteswissenschaften direkt auf die Geschichte, unser Feld eignet sich sehr gut dazu, die eigene politische Agenda zu unterf\u00fcttern.<br \/>\nAls Beispiel guckten wir uns daher die Facebook-Kommentarspalten gro\u00dfer bundesweiter Medien (z.B. Tagesschau, Spiegel Online, Welt Online) zu zwei besonders kontroversen Themen an. Ich \u00fcbernahm dabei das Thema &#8222;Dresden&#8220;, also den 70. Jahrestag der Bombardierung der Stadt durch britische Luftstreitkr\u00e4fte am 13. Februar 1945. Dresden ist ein besonders kontroverser Erinnerungsort, weil dort das massenhafte Sterben gerade auch von deutschen ZivilistInnen mit dem gerechten Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland kollidiert. Au\u00dferdem waren bis 2010 die Opferzahlen auch in der Fachwelt stets umstritten, was sich ziemlich exakt auf das Goebbelssche Propagandaministerium zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst: w\u00e4hrend nach dem Luftangriff in den deutschen Medien von knapp 25.000 Toten berichtet wurde (was heute der H\u00f6chstzahl in der Forschung entspricht), wurden \u00fcber schwedische Bl\u00e4tter und das Internationale Rote Kreuz Horrorzahlen von 275.000 Opfern in die Welt lanciert. Gleichzeitig wurde Dresden zum Symbol, weil es als &#8222;Elbflorenz&#8220; besonderen Ruf als st\u00e4dtische Sch\u00f6nheit besa\u00df und besitzt, weshalb Angriffsorte wie Hamburg oder Pforzheim (wo in einer Nacht 20% der Bev\u00f6lkerung ums Leben kam) ins Gedenkens-Hintertreffen geraten. Zugleich wurden Legenden gestiftet, wonach die Stadt unbewaffnet war (es gab weiterhin, wenn auch wenig, Flugabwehr), keine milit\u00e4rische Bedeutung hatte (Dresden war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zur 100 km entfernten Ostfront) und gef\u00fcllt mit Ostfl\u00fcchtlingen (tats\u00e4chlich war Fl\u00fcchtlingen der Aufenthalt in Dresden verboten, weshalb die meisten von ihnen in Dresden im Hauptbahnhof umkamen, wo sie auf den n\u00e4chsten Zug warten mussten).<br \/>\nDresden bietet also aufgrund der konkurrierenden Narrative, die sich weit vom historischen Forschungsstand entfernen, die M\u00f6glichkeit zur Schuldabwehr und -umleitung: die Alliierten waren ja auch schlimm. Und so waren auch einige sehr anschauliche Beispiele in den Kommentaren zu finden:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/d1.jpg\" alt=\"d1\" width=\"676\" height=\"137\" \/><br \/>\nHierzu ist zu sagen, dass Dresden allein schon deshalb kein Kriegsverbrechen sein konnte, weil es kein ratifiziertes Kriegsrecht zu Luftangriffen gab &#8211; und auch in heutiger Zeit w\u00e4re es zweifelhaft, ob deswegen jemand verurteilt werden k\u00f6nnte, weil Dresden eben milit\u00e4rische Relevanz besa\u00df &#8211; auch wenn diese wom\u00f6glich nicht die Kernmotivation des Angriffs bildete.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/d2.jpg\" alt=\"d2\" width=\"660\" height=\"417\" \/><br \/>\nAls Geschichtslehrer k\u00f6nnte man hier gut den Rotstift z\u00fccken. Todeszahlen, Todeszahlen im Vergleich, Angabe \u00fcber Flak und Verteidigungsanlagen, Fl\u00fcchtlingsaufnahme, rote Kreuze auf den D\u00e4chern, das alles ist falsch &#8211; und wird nicht besser dadurch, dass unten ein verschw\u00f6rungstheoretisches Nazi-Blog verlinkt wird.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/d3.jpg\" alt=\"d3\" width=\"660\" height=\"88\" \/><br \/>\nAuch hierzu ist zu sagen: Phosphor wurde nicht verwendet, nur h\u00e4ufig mit dem Benzin der Brandbomben verwechselt. \u00c4hnlich wie die immer wieder genannten Tieffliegerangriffe handelt es sich hierbei um ein typisches Beispiel f\u00fcr die unzuverl\u00e4ssigen ZeitzeugInnen, die Dinge entweder falsch einsch\u00e4tzten oder deren Erinnerung durchs sp\u00e4tere Gedenken ver\u00e4ndert wurde.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/d4.jpg\" alt=\"d4\" width=\"660\" height=\"250\" \/><br \/>\nHier haben wir es mit der Unkenntnis \u00fcber die Arbeit von HistorikerInnen zu tun. Nat\u00fcrlich \u00e4ndern sich Zahlen, genau so wie \u00fcbrigens die Zahl der Todesopfer in Auschwitz nach unten korrigiert wurde &#8211; was ironischerweise oft von politisch rechter Seite als Beleg daf\u00fcr genommen wird, dass auch dort die Angaben nicht stimmen<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/d5.jpg\" alt=\"d5\" width=\"660\" height=\"287\" \/><br \/>\nWie rechts man wirklich steht, sie man nicht wenn das Licht angeht, sondern wenn man den erzkonservativen Guido Knopp als R\u00e4delsf\u00fchrer von &#8222;selbsthassenden Linksextremisten&#8220; identifiziert. Die &#8222;falschen&#8220; Wehrmachtsverbrechen hingegen k\u00f6nnen sich eigentlich nur auf die Fehler in der ersten Ausstellung zu den Verbrechen der Wehrmacht in den 90er Jahren beziehen, die wohlgemerkt die Gesamtaussage der Ausstellung nicht \u00e4nderten oder \u00e4ndern konnten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/d6.jpg\" alt=\"d6\" width=\"660\" height=\"155\" \/>Hier sehen wir nicht nur eine Kombination aus den Vorw\u00fcrfen &#8222;L\u00fcgenpresse&#8220; und &#8222;Geschichte wird von den Siegern geschrieben&#8220;, sondern eine direkte ideologische \u00dcbernahme der Politik der verbrannten Erde, nach der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befohlen wurde, vor dem R\u00fcckzug s\u00e4mtliche Anlagen zu zerst\u00f6ren, damit sie nicht den Alliierten in die H\u00e4nde fielen &#8211; gerade auch, weil das deutsche Volk die totale Niederlage verdient h\u00e4tte, nachdem es nicht siegen konnte.<\/p>\n<hr \/>\n<p><figure id=\"attachment_1334\" aria-describedby=\"caption-attachment-1334\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/50pfennig-300x300.jpg\" alt=\"50pfennig\" width=\"300\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1334\" class=\"wp-caption-text\">Tr\u00fcmmerfrauenm\u00fcnze, die \u00c4lteren werden sich erinnern<\/figcaption><\/figure><br \/>\nUnser zweites Beispiel betrifft den nicht-geografischen Erinnerungsort der &#8222;Tr\u00fcmmerfrauen&#8220;. Dieser war lange kaum umstritten, die Frauen, die nach dem Krieg deutsche St\u00e4dte r\u00e4umten und so uneigenn\u00fctzig zum Wiederaufbau beitrugen, hatten einen festen Platz in der deutschen Erinnerung &#8211; was sich unter anderem in der 50 Pfennig-M\u00fcnze \u00e4u\u00dferte, mit der gleicherma\u00dfen der deutschen Aufforstung wie der Tr\u00fcmmerfrauen gedacht werden sollte.\u00a0In den 1980er Jahren wurde das Thema noch einmal pr\u00e4senter, weil die fr\u00fcheren (vermeintlichen) Tr\u00fcmmerfrauen nun zu Bezieherinnen niedriger Renten geworden waren.<br \/>\n2014 erschien dann die Dissertation &#8222;Mythos Tr\u00fcmmerfrauen&#8220; von Leonie Treber (bei der <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/buecher\/schriftenreihe\/221793\/mythos-truemmerfrauen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung f\u00fcr gerade einmal 4,50\u20ac zu haben<\/a>). Darin untersuchte Treber die Entstehung der historischen Ikone &#8222;Tr\u00fcmmerfrau&#8220; im Kontext zweier deutscher Staaten und auch die Erinnerungskultur &#8211; aber gerade auch die historische Faktizit\u00e4t des Bildes, was bis heute reproduziert wird. Und kam dabei zu dem fundierten Schluss, dass diese unsere Konstruktion der Vergangenheit recht wenig damit zu tun hat, was in der Nachkriegszeit wirklich passierte.<br \/>\nNun geben solche der bisherigen Auffassung widersprechenden Ergebnisse immer guten Stoff f\u00fcr mediale Berichterstattung ab, und so ist es kein Wunder, dass Trebers Dissertation 2014\/15 so weit rezipiert wurde wie sonst vielleicht nur noch Christopher Clarks &#8222;Schlafwandler&#8220; zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Und viele Menschen betrachteten Trebers Erkenntnisse als pers\u00f6nlichen Affront gegen Mutter, Gro\u00dfmutter oder nationalen Gr\u00fcndungsmythos und verschafften sich dementsprechend Luft im Internet:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tr6-1024x236.jpg\" alt=\"tr6\" width=\"660\" height=\"152\" \/><br \/>\nHier erkennt man ein wiederkehrendes Motiv der Beschimpfungen: HistorikerInnen werden, weil sie kein Teil der Mitlebenden ihrer Forschungszeit sind, als inkompetent wahrgenommen. Wenn man diesen Gedanken zu Ende f\u00fchrt, ist unsere Disziplin abzuschaffen, da s\u00e4mtliche historische Wahrheit nur durch m\u00fcndliche \u00dcberlieferung der historischen AkteurInnen herstellbar w\u00e4re.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tr7-1024x204.jpg\" alt=\"tr7\" width=\"660\" height=\"131\" \/><br \/>\nIn Anlehnung an die Argumentation &#8222;ad hominem&#8220; schlage ich hiermit die Einf\u00fchrung des &#8222;Argumentum ad alma matrem&#8220; vor &#8211; ohne Haftung f\u00fcr miserables Latein.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tr5-1024x207.jpg\" alt=\"tr5\" width=\"660\" height=\"133\" \/><br \/>\nDa ich nicht wei\u00df ob ich lachen oder weinen soll, bleibt das hier unkommentiert.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tr4-1024x284.jpg\" alt=\"tr4\" width=\"660\" height=\"183\" \/><br \/>\nHier wird es wirklich interessant: die Verfasserin greift n\u00e4mlich nicht nur die &#8222;unverwertbare&#8220; Geschichtswissenschaft mit an (wobei ich argumentieren w\u00fcrde dass HistorikerInnen den Hauptteil des nicht-infrastrukturellen Wiederaufbaus geleistet haben), sondern pl\u00e4diert auch f\u00fcr eine wissentlich verf\u00e4lscht Geschichte, um eine &#8222;Feel-Good-Erz\u00e4hlung&#8220; zu erhalten.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tr1-1024x245.jpg\" alt=\"tr1\" width=\"660\" height=\"158\" \/><br \/>\nHier w\u00e4re ein guter Punkt um anzusetzen, denn\u00a0hier offenbart sich ein grunds\u00e4tzliches Missverst\u00e4ndnis dar\u00fcber, wie HistorikerInnen arbeiten und wie Geschichte konstruiert wird. Tats\u00e4chlich sind ZeitzeugInnen notorisch unzuverl\u00e4ssig, tats\u00e4chlich waren eben sehr oft Reporter und sogar Filmschaffende vor Ort, die das Bild der Tr\u00fcmmerfrauen das wir heute kennen erst sorgf\u00e4ltig konstruierten.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moritz-hoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tr2-1024x125.jpg\" alt=\"tr2\" width=\"660\" height=\"81\" \/><br \/>\nHier, in unserem titelgebenden Kommentar, der immerhin 69 Likes erhielt, offenbart sich schlie\u00dflich\u00a0der entscheidende Unterschied zwischen publizierter Facebook-Meinung und Geschichtswissenschaft: w\u00e4hrend n\u00e4mlich umgangssprachlich ein Mythos eine unwahre Geschichte, eine nicht-faktische Legende darstellt, ist er f\u00fcr uns etwas vielschichtiger: er ist nicht wie fr\u00fcher religi\u00f6s motiviert, er stiftet sozialen Zusammenhalt einer Gruppe (hier: B\u00fcrger der Bundesrepublik ohne Migrationshintergrund) und hat gro\u00dfe \u00f6ffentliche Ausstrahlung. Damit ist aber noch nichts \u00fcber seine Faktizit\u00e4t gesagt.<br \/>\nWie weit dieses Missverst\u00e4ndnis reicht, konnten wir in Erfahrung bringen, da uns Leonie Treber freundlicherweise selbst Auskunft gab: die zahlreichen Aufrufe, ihr an ihre \u00f6ffentlich bekannte Mailadresse an der Uni Darmstadt zu schreiben, wurden offenbar befolgt, sie hat einen eigenen Mailordner nur f\u00fcr solche Nachrichten, die gr\u00f6\u00dftenteils ungelesen abgelegt werden. Auch Briefpost kam regelm\u00e4\u00dfig, an die alte wie die neue Dienstadresse sowie den Verlag. Nach einem Bericht bei WDR WestArt kamen sogar Morddrohungen, die Treber &#8211; erfolglos &#8211; zur Anzeige brachte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Diese Beispiele sind alle nicht besonders sch\u00f6n, aber sie sind f\u00fcr uns HistorikerInnen sehr interessant, denn wir k\u00f6nnen darin viel erfahren: zum einen k\u00f6nnen wir aus dem vielzitierten Elfenbeinturm kommen und Kontakt zu der Gesellschaft aufnehmen, \u00fcber deren Vorfahren wir ja forschen. Das tun ohnehin die meisten, der Elfenbeinturm ist eher ein negatives Ideal, aber hier k\u00f6nnen wir auch aus unserer bildungsb\u00fcrgerlichen Filter Bubble heraus: wo wir sonst Kontakt zur \u00d6ffentlichkeit suchen, finden wir fast ausschlie\u00dflich jene Gebildeten, die sich ohnehin f\u00fcr unser Fach interessieren und mit denen wir eine gemeinsame Diskussionsgrundlage haben. Wir k\u00f6nnen erfahren, wie dort Geschichte erz\u00e4hlt wird, von wem sie weitergetragen wird (wenig \u00fcberraschend waren es zumeist M\u00e4nner, die sich dort \u00e4u\u00dferten), warum sie genau so erz\u00e4hlt wird wie sie dann vorliegt (meist aus politischen Gr\u00fcnden), und schlie\u00dflich: welche Geschichte \u00fcberhaupt. Da wir hier nur zwei kontroverse Themen ausgesucht haben, hatten wir auch viel Material. Viele weitere Teile der Geschichte w\u00fcrden ein solches Echo nicht hervorrufen, weil sie schlicht die gr\u00f6\u00dften Teile der \u00d6ffentlichkeit(en) nicht interessieren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir haben f\u00fcr unseren Vortrag diese vorgenannten Beispiele etwas unscharf als &#8222;Historical Hate Speech&#8220; klassifiziert &#8211; sicher geh\u00f6ren nicht alle dazu, aber doch die meisten. Und wo man Hate Speech sagt, muss man eigentlich auch Counter Speech sagen. Denn in diesen Kommentarspalten tummeln sich eben nicht nur jene mit einem gefestigt rechtsextremen Geschichtsbild, sondern sehr viel mehr von jenen, die offenbar ein rudiment\u00e4res Interesse an Geschichte mitbringen, aber keine zu ihnen passenden seri\u00f6sen Deutungs- und Inhaltsangebote erhalten. Um es deutlicher auszudr\u00fccken: im Moment geben wir den Publikationsraum &#8222;Facebook-Kommentare&#8220; widerstandslos an die Rechtsextremen, an die F\u00e4lscher, an die Neonazis ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Daher\u00a0brauchen wir m\u00f6glichst\u00a0bald eine (in Ermangelung eines besseren Wortes) <em>schnelle Eingreiftruppe<\/em>, die sich genau dort bewegt, die aktiv die Auseinandersetzung \u00fcber die Geschichte sucht, die kurz, knapp und verst\u00e4ndlich einen Forschungsstand wiedergeben kann, die sich gegen den\u00a0als historiografisch markierten Hass stellt und mit den Mythen (im umgangssprachlichen Sinne) aufr\u00e4umt. Sie muss fair im Ton sein, aber hart in der Sache. Und sie muss ihre Antworten leicht auffindbar und mit kurz kopierbaren Links in ein Repositorium stellen, so dass auch andere diese Inhalte als Gegenrede verwenden k\u00f6nnen &#8211; so dass den Laien, die sich als ExpertInnen geben, die Antwortangebote der wirklichen HistorikerInnen entgegengestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das kostet leider Geld, und wenn auch bei der re:publica einige gute Hinweise kamen, mit Schecks wollte leider niemand wedeln. Solche T\u00f6pfe zu finden und erfolgreich Mittel daraus zu beantragen ist nun meine n\u00e4chste Aufgabe, denn, um mit den letzten beiden Folien unserer Pr\u00e4sentation zu schlie\u00dfen:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Es ist nichts verloren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Chance zu gewinnen war nie gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><sub>Titelbild: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Flickr_-_%E2%80%A6trialsanderrors_-_The_Market,_Altstadt,_Dresden,_Saxony,_Germany,_ca._1895.jpg\">CC-BY 2.0 Photoglob Z\u00fcrich<\/a><\/sub><\/p>\n<h3> 8 Kommentare<\/h3>\n<ul>\n<li id=\"comment-25\">\n<article><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/c13285d4a51a232989fd4720d78c1b7d?s=60&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/c13285d4a51a232989fd4720d78c1b7d?s=120&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-60 photo' height='60' width='60' loading='lazy' decoding='async'\/><a href=\"http:\/\/hummingadifferenttune.blogspot.de\/\">J\u00fcrgen Kloss<\/a>21. Mai 2016 at 16:54 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=25\">Edit<\/a><\/p>\n<p>Hallo,<\/p>\n<p>danke f\u00fcr den interessanten Artikel. Ich fand aber einige Bemerkungen nicht ganz \u00fcberzeugend und manches sehr fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Zum Beispiel: die Historiker haben sicherlich nicht &#8220;den Hauptteil des nicht-infrastrukturellen Wiederaufbaus  geleistet&#8221;. Die deutschen Historiker haben doch &#8217;33 erstmal seelenruhig der Vertreibung ihrer j\u00fcdischen und politisch links-stehenden Kollegen zugeschaut, dann haben sie gr\u00f6\u00dftenteils loyal mitgemacht. Und nach dem Krieg ging es zuerst einmal um den Wiederaufbau der eigenen Karriere.  Die Aufarbeitung der NS-Zeit hat man an das Institut f\u00fcr Zeitgeschichte ausgelagert &#8211; das in der Tat teilweise gute Arbeit geleistet hat -, ansonsten ging es im alten Stil weiter. Wer da was Neues versucht hat der hat erstmal einen draufbekommen, wie etwa Bracher oder Fischer. Das sollte eigentlich alles bekannt sein. Ich bin echt erstaunt, ein solches  M\u00e4rchen hier zu lesen. Historiker als intellektuelle &#8220;Tr\u00fcmmerfrauen&#8221;? Noch eine &#8220;Feel-Good-Erz\u00e4hlung&#8221;? <\/p>\n<p>Was den Umgangston betrifft: die Historiker gehen doch auch nicht immer pfleglich miteinander um. Da f\u00e4llt mir zum Beispiel ein Tweet vom Januar ein (weil ich seitdem gespannt auf eine argumentative Untermauerung dieser abseitigen Holzerei warte, oder habe ich da was verpasst?):<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/moritz_hoffmann\/status\/683593990000775168\" rel=\"nofollow ugc\">https:\/\/twitter.com\/moritz_hoffmann\/status\/683593990000775168<\/a><\/p>\n<p>Das war auch nicht sonderlich feinsinnig. Aber bisher ist mir auch noch nicht zu Ohren gekommen, dass der Prof. Winkler nach einer Task-Force gegen vorwitzige Nachwuchs-Historiker gerufen hat. Man sollte nicht die Verwilderung der Sitten beklagen wenn man da selber gelegentlich gerne mitmischt. Oder, wie hei\u00dft das auf Latein: &#8220;Quod licet Iovi, non licet bovi&#8221;?<\/p>\n<p>Man sollte \u00fcbrigens auch nicht die \u00fcblen Behauptungen unbelehrbarer Alt- und Neu-Nazis \u00fcber Dresden mit den pampigen Bemerkungen einiger entt\u00e4uschter Leser \u00fcber ein historisches Buch in einen Topf werfen. Letzteres ist garantiert keine &#8220;hate speech&#8221;, auch wenn&#8217;s teilweise etwas unfreundlich und ungelenk ausgedr\u00fcckt ist. Historiker sind doch dazu da, dass sie auch mal was Unbequemes schreiben. Und dann m\u00fcssen sie eben auch mit Gegenwind rechnen. Dieses Ph\u00e4nomen gab es schon lange vor dem Internet und damals haben emp\u00f6rte Leser eben einen b\u00f6sen Brief an die Tageszeitung geschickt oder dem Verleger und Autor via Briefpost die Meinung gesagt.  Davon war sicherlich auch nicht alles druckreif. <\/p>\n<p>Vor allem: die Leute die hier mit ihren Kommentaren \u00fcber das &#8220;Tr\u00fcmmerfrauen&#8221;-Buch zitiert werden interessieren sich anscheinend alle mehr oder weniger f\u00fcr Geschichte. Die haben aktuelle historische Forschung zur Kenntnis genommen &#8211; das hei\u00dft, einen Zeitungsartikel dar\u00fcber gelesen -, die haben sich dann Gedanken gemacht \u00fcber das Thema und das dann sogar schriftlich niedergelegt. Sowas sollte man schon zu w\u00fcrdigen wissen, auch wenn das Ergebnis nicht zur Zufriedenheit der Historiker ausf\u00e4llt. Aber das w\u00e4re zumindestens ein Ausgangspunkt f\u00fcr eine rationale Diskussion. Wie gesagt, ich finde das nicht gut, dass diese  Kommentatoren hier mit den im ersten Teil zitierten Dresden-L\u00fcgnern vermengt werden. Gerade als Historiker sollte man da schon differenzieren k\u00f6nnen. Das ist \u00fcbrigens auch alles potentielle Kundschaft und da lohnt sich schon eher mal etwas Nachdenken \u00fcber die Frage warum die f\u00fcr die Fachwissenschaft anscheinend zur Zeit verloren sind.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem, vielleicht ist das ja in der Aufregung nicht aufgefallen, sind einige dieser Kommentare gar nicht mal so weit weg von den theoretischen Diskussionen der Historiker. Da ist n\u00e4mlich in der Tat was rezipiert worden, wenn auch vielleicht nicht gerade das was man sich gew\u00fcnscht h\u00e4tte.  Es gab doch zum Beispiel reichlich Kritik an der &#8220;kalten&#8221; Sozial- und Strukturgeschichte von Seiten der Alltagsgeschichte, der etwas radikaleren Vertreter der &#8220;Oral History&#8221; und der  &#8220;Barfu\u00dfhistoriker&#8221; etc. Die haben stattdessen die Bedeutung pers\u00f6nlicher Erfahrungen betont. Das war gerade in den 80er Jahren eine wichtige Diskussion und hier findet man genau dieselbe Frontstellung, wenn auch nat\u00fcrlich in etwas simplifizierter Form.<\/p>\n<p>Und was die &#8220;Feel-Good-Erz\u00e4hlung&#8221; betrifft: in dieser Hinsicht haben auch schon namhafte Historiker usw. vorgelegt obwohl die sich nat\u00fcrlich viel gew\u00e4hlter ausgedr\u00fcckt haben. Da ging es um &#8220;Identit\u00e4tsstiftung&#8221; durch Geschichte, dass man nicht immer nur auf der NS-Zeit rumreiten sollte, dass man die positiveren Seiten der deutschen Geschichte mehr hervorheben sollte usw. usw. Darum ging es ja unter anderem auch damals im Historiker-Streit.<\/p>\n<p>Was ich damit sagen will ist nur: man muss das nicht gut finden  aber so unqualifiziert ist das gar nicht. Man sollte schon zwischen den Zeilen lesen k\u00f6nnen und die altbekannten Themen und Argumente wiedererkennen. Dass da einer direkt die Historiker abschaffen will ist nat\u00fcrlich betr\u00fcblich. Aber da sollten die Fachvertreter vielleicht mal die eigene \u00d6ffentlichkeitsarbeit durchdenken, falls es sowas gibt. <\/p>\n<p>Man kann heute nicht mehr so Geschichtswissenschaft betreiben wie damals beim alten Mommsen, mit Exklusivit\u00e4tsanspruch und mit der Hoffnung dass dann sp\u00e4ter ein paar Brosamen via Schule beim Volk ankommen. Es geht noch nicht mal mehr so wie in den 80er Jahren. Da hat man sich ab und an zum Erg\u00f6tzen des Publikums in den Tageszeitungen gezofft. Der Gipfel des Gl\u00fccks war, wenn man bei C. H. Beck einen dicken Schinken ver\u00f6ffentlichen konnte &#8211; der Wehler hat denen ja sogar seine gesammelten Zettelk\u00e4sten verkaufen k\u00f6nnen &#8211; und ansonsten pflegte man die Restbest\u00e4nde der alten Ordinarien-Herrlichkeit und wollte in Ruhe gelassen werden. <\/p>\n<p>Und heute: das Internet bietet so viele M\u00f6glichkeiten sich zu Wort zu melden und jeder kann hier ver\u00f6ffentlichen und kommentieren wie er will und was er will. Das ist die neue Un\u00fcbersichtlichlichkeit. Aber die Historiker &#8211; wie alle akademischen Wissenschaften &#8211; vermeiden ja nicht nur den &#8220;Publikationsraum Facebook-Kommentare&#8217;&#8221;, sie haben im Prinzip das ganze \u00f6ffentliche Internet abgegeben. Man verschanzt sich hinter paywalls (so vermeidet man ungebetene Leser) und peer review (so vermeidet man neue Ideen) und inzwischen immer mehr auch hinter einer h\u00e4ufig vollkommen unzug\u00e4nglichen Sprache (so vermeidet man Kritik von au\u00dfen, wenn&#8217;s sowieso keiner kapiert). Dann wundert man sich, dass die normalen Menschen nicht wissen wie historische Forschung l\u00e4uft. Wo sollen die das denn lernen? Und wenn dann mal kritische und pampige Kommentare aus der \u00d6ffentlichkeit kommen? Dann ist das &#8220;hate speech&#8221; und man ruft direkt nach der Kavallerie. <\/p>\n<p>Es liegt mir wirklich fern hier belehrend zu wirken. F\u00fcr mich klingt diese Forderung nach historischen Husaren doch etwas zu naiv und weltfremd. Reicht es wirklich, die Leute wieder mit abgespecktem Kinderkram &#8211; volksp\u00e4dagogisch wertvoll, so wie damals in den 50er und 60er Jahren &#8211; zu versorgen? So verstehe ich das n\u00e4mlich. Aber ich habe da so meine Zweifel, insbesondere solange man nicht unterscheiden kann oder will zwischen den wirklich Unbelehrbaren, die Nazi-Propaganda absondern, und denen, die schlicht und einfach aktuelle Forschungsergebnisse noch nicht so ganz zur Kenntnis nehmen wollen, das dann auf auch noch teilweise begr\u00fcnden k\u00f6nnen und ansonsten lieber ihrer Oma glauben. Tut mir leid, dass ich mich hier nochmals wiederhole aber ich finde diese Undifferenziertheit sehr \u00e4rgerlich.<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=25#respond' data-commentid=\"25\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-25\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf J\u00fcrgen Kloss\" aria-label='Antworte auf J\u00fcrgen Kloss'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## --><\/p>\n<li id=\"comment-24\">\n<article><a href=\"https:\/\/geschichtskulturkuratieren.wordpress.com\/2016\/05\/20\/geschichte-auf-facebook\/\">Geschichte auf Facebook &#8211; geschichtskultur \/\/ kuratieren<\/a>20. Mai 2016 at 13:59 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=24\">Edit<\/a><\/p>\n<p>[&#8230;] Vortrag ist jetzt verschriftlicht und ver\u00f6ffentlicht [&#8230;]<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=24#respond' data-commentid=\"24\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-24\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Geschichte auf Facebook &#8211; geschichtskultur \/\/ kuratieren\" aria-label='Antworte auf Geschichte auf Facebook &#8211; geschichtskultur \/\/ kuratieren'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## --><\/p>\n<li id=\"comment-23\">\n<article><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/9524244eee9de5190ee6b140debe33da?s=60&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/9524244eee9de5190ee6b140debe33da?s=120&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-60 photo' height='60' width='60' loading='lazy' decoding='async'\/><a href=\"http:\/\/www.kleiner-komet.de\">Stephanie<\/a>18. Mai 2016 at 14:48 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=23\">Edit<\/a><\/p>\n<p>Ein egrandiose Mission. Als Nicht-Historikerin w\u00fcnsche ich mir m\u00f6glichst zuverl\u00e4ssige Informationen \u00fcber die Vergangenheit, kann Informationen im Netz aber nicht immer selbst beurteilen (oft ist die Quelle ja ein Hinweis).<br \/>\nDie Oma ist kein Mythos, aber auch ein Einzelfall ;-).<br \/>\nWie schnell Erinnerungen verzerrt werden, zeigen viele Studien zum Thema Zeugenbefragungen &#8211; bei sehr kurzer Zeitspanne!!!<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nStephanie<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=23#respond' data-commentid=\"23\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-23\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Stephanie\" aria-label='Antworte auf Stephanie'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## --><\/p>\n<li id=\"comment-22\">\n<article><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/09bed5652bb80045a345277fc3d63709?s=60&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/09bed5652bb80045a345277fc3d63709?s=120&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-60 photo' height='60' width='60' loading='lazy' decoding='async'\/><a href=\"http:\/\/www.miss-jones.de\">Miss Jones<\/a>16. Mai 2016 at 12:01 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=22\">Edit<\/a><\/p>\n<p>Danke f\u00fcr den guten Beitrag.<br \/>\nUnd ein dickes RESPEKT! Ich w\u00e4re bei der Suche und Analyse solcher Facebook-Kommentare sicher verr\u00fcckt geworden! Aber es ist so wichtig dar\u00fcber zu reden!<br \/>\nEcht gut!<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=22#respond' data-commentid=\"22\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-22\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Miss Jones\" aria-label='Antworte auf Miss Jones'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## --><\/p>\n<li id=\"comment-21\">\n<article><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3b70e0287dd3e95cbb3174d0e3bdd025?s=60&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3b70e0287dd3e95cbb3174d0e3bdd025?s=120&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-60 photo' height='60' width='60' loading='lazy' decoding='async'\/><a href=\"https:\/\/plus.google.com\/115680572119865888041\">Manu F.<\/a>15. Mai 2016 at 20:03 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=21\">Edit<\/a><\/p>\n<p>\/\/  Antworten leicht auffindbar und mit kurz kopierbaren Links in ein Repositorium stellen, so dass auch andere diese Inhalte als Gegenrede verwenden k\u00f6nnen \u2013 so dass den Laien, die sich als ExpertInnen geben, die Antwortangebote der wirklichen HistorikerInnen entgegengestellt werden. \/\/ <\/p>\n<p>Aus Diskussionen mit ambitionierten &#8220;Holocaust-Skeptikern&#8221; ist mir dieses Portal bekannt: <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.h-ref.de\" rel=\"nofollow ugc\">http:\/\/www.h-ref.de<\/a><br \/>\n(witzige URL zu einer traurigen Geschichte.)<\/p>\n<p>LG!<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=21#respond' data-commentid=\"21\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-21\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Manu F.\" aria-label='Antworte auf Manu F.'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## --><\/p>\n<li id=\"comment-20\">\n<article><a href=\"https:\/\/kristinoswald.hypotheses.org\/1804\">Wie umgehen mit Hatespeech gegen Historiker und Arch\u00e4ologen im Netz? | Krosworldia<\/a>15. Mai 2016 at 16:01 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=20\">Edit<\/a><\/p>\n<p>[&#8230;] nun, wie es Moritz Hoffmann und Charlotte Jahnz in ihrer re:publica-Session &#8222;&#8218;Meine Oma ist kein Mythos&#8216; \u2013 Warum die Facebook-Kommentarspalte die Geisteswissenschaften re&#8230;&#8220; genannt haben, basiert genau darauf. Die von den beiden vorgestellten\u00a0Beispiele waren [&#8230;]<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=20#respond' data-commentid=\"20\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-20\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Wie umgehen mit Hatespeech gegen Historiker und Arch\u00e4ologen im Netz? | Krosworldia\" aria-label='Antworte auf Wie umgehen mit Hatespeech gegen Historiker und Arch\u00e4ologen im Netz? | Krosworldia'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## --><\/p>\n<li id=\"comment-18\">\n<article><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/620cab32c31f9625548870c239156f3c?s=60&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/620cab32c31f9625548870c239156f3c?s=120&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-60 photo' height='60' width='60' loading='lazy' decoding='async'\/><a href=\"http:\/\/www.einwurf.info\">Dirk Kropp<\/a>11. Mai 2016 at 08:10 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=18\">Edit<\/a><\/p>\n<p>Wirklich spannend. Schade, das ihr &#8211; zumindest f\u00fcr mich &#8211; im gro\u00dfen republica-Rauschen untergegangen seid.<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=18#respond' data-commentid=\"18\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-18\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Dirk Kropp\" aria-label='Antworte auf Dirk Kropp'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<ul>\n<li id=\"comment-19\">\n<article><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/578d47e969f0879329bb8c36b7f4a744?s=60&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/578d47e969f0879329bb8c36b7f4a744?s=120&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-60 photo' height='60' width='60' loading='lazy' decoding='async'\/><a href=\"http:\/\/www.moritz-hoffmann.de\">Moritz Hoffmann<\/a>11. Mai 2016 at 19:58 | <a href=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&#038;c=19\">Edit<\/a><\/p>\n<p>Vielen Dank! Ja, so ist das bei der re:publica immer &#8211; au\u00dferdem waren wir auch noch auf Stage 9, die man ja erst einmal finden musste. Zuf\u00e4llig kam man jedenfalls nicht hin.<\/p>\n<p><a rel='nofollow' class='comment-reply-link' href='https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/2016\/05\/09\/meine-oma-ist-kein-mythos-warum-die-facebook-kommentarspalte-die-geisteswissenschaften-rettet\/?replytocom=19#respond' data-commentid=\"19\" data-postid=\"1324\" data-belowelement=\"comment-19\" data-respondelement=\"respond\" data-replyto=\"Antworte auf Moritz Hoffmann\" aria-label='Antworte auf Moritz Hoffmann'>Antworten<\/a><\/article>\n<\/li>\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## -->\n<\/ul>\n<p><!-- .children -->\n<\/li>\n<p><!-- #comment-## -->\n<\/ul>\n<h3 id=\"wpr-reply-title\">Kommentar hinterlassen <small><a rel=\"nofollow\" id=\"cancel-comment-reply-link\" href=\"\/wp23\/wp-admin\/admin-ajax.php#respond\" style=\"display:none;\">Antworten abbrechen<\/a><\/small><\/h3>\n<form action=\"https:\/\/moritz-hoffmann.de\/wp23\/wp-comments-post.php\" method=\"post\" id=\"wpr-comment-form\" novalidate>\n<p>Du bist angemeldet als mhoffmann. <a 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#respond --><\/p>\n<p>\u00a9 2023 Moritz Hoffmann<\/p>\n<style>\/*! elementor - v3.11.2 - 22-02-2023 *\/\n.elementor-widget-social-icons.elementor-grid-0 .elementor-widget-container,.elementor-widget-social-icons.elementor-grid-mobile-0 .elementor-widget-container,.elementor-widget-social-icons.elementor-grid-tablet-0 .elementor-widget-container{line-height:1;font-size:0}.elementor-widget-social-icons:not(.elementor-grid-0):not(.elementor-grid-tablet-0):not(.elementor-grid-mobile-0) .elementor-grid{display:inline-grid}.elementor-widget-social-icons .elementor-grid{grid-column-gap:var(--grid-column-gap,5px);grid-row-gap:var(--grid-row-gap,5px);grid-template-columns:var(--grid-template-columns);justify-content:var(--justify-content,center);justify-items:var(--justify-content,center)}.elementor-icon.elementor-social-icon{font-size:var(--icon-size,25px);line-height:var(--icon-size,25px);width:calc(var(--icon-size, 25px) + (2 * var(--icon-padding, .5em)));height:calc(var(--icon-size, 25px) 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\/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a><br \/>\n\t\t\t\t\t<a href=\"mailto:kontakt@moritz-hoffmann.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\t\tEnvelope<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a><br \/>\n\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/t.me\/moritz_hoffmann\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\t\tTelegram<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home \u00dcber mich Publikationen und Vortr\u00e4ge Dienstleistungen Digitale Geschichte Historisch-politische Bildung Corporate History Familiengeschichte Projekte Blog Newsletter Kontakt Impressum Datenschutz Home \u00dcber mich Publikationen und Vortr\u00e4ge Dienstleistungen Digitale Geschichte Historisch-politische Bildung Corporate History Familiengeschichte Projekte Blog Newsletter Kontakt Impressum Datenschutz &#8220;Meine Oma ist kein Mythos&#8221; &#8211; Warum die Facebook-Kommentarspalte die Geisteswissenschaften rettet Dieser Blogpost ist 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